Baukredit

Banken und Bausparkassen bieten unterschiedliche Formen des Baukredits an, die in Anspruch genommen werden können. Es muss aber gesagt werden, dass sehr häufig eine Eigenkapitalquote von ca. 20 % vorausgesetzt wird, um einen Immobilienkauf zu finanzieren. Man muss beachten, dass zum eigentlichen Immobilienpreis nochmal ein Aufschlag

von ca. 10 % gerechnet werden muss. (Maklergebühren, Grunderwerbssteuer, Grundbuch-, und Notarkosten). Wenn man sich über diese Grundvoraussetzungen im Klaren ist und weiß, wo und in welcher Form man eine Immobilie bauen oder erwerben will, und wie hoch die voraussichtlichen Kosten sein werden, kann man sich Angebote hinsichtlich eines Baukredits von unterschiedlichen Geldinstituten machen lassen. Schon bei der Höhe des Zinssatzes bestehen häufig recht unterschiedliche Angebote bei den verschiedenen Banken und Bausparkassen. Unterschiede, die je nach Höhe des Kreditbetrages etliche tausend Euro jährlich ausmachen können. Man sollte sich daher immer die monatliche Belastung anhand des Effektivzinses ausrechnen lassen. Dann sollte man als Kreditnehmer prüfen, ob man sich an die Konditionen 5,10 oder 15 Jahre binden will. Eine längere Bindung verspricht eine Sicherheit hinsichtlich der Monatsrate über einen relativ langen Zeitraum.

Dies kann sich aber bei in absehbarer Zeit fallenden Zinsen negativ auswirken. Man sollte sich daher in dieser Hinsicht ausführlich beraten lassen. Nun kann man überlegen, welche Art des Baukredits zur Immobilienfinanzierung in Betracht kommt. Da wäre zum Einen das klassische Annuitätendarlehen. Dies bedeutet, man schließt einen Baukredit über einen festen Zinssatz und mit einer festgelegten Tilgung (am häufigsten 1-3 % des Kreditbetrages) ab. Zunächst werden durch die festgelegte monatliche Rate hauptsächlich Zinsen bezahlt. Nach einigen Jahren wird der überwiegende Teil der monatlichen Rate für die Tilgung verwendet. Man kann sich bei dieser Form des Baukredits die monatliche Rate sehr schön ausrechnen lassen. Ebenso die Dauer der Kreditrückführung. Eine gewisse Sicherheit ist also gegeben.

Daneben gibt es den Baukredit, der durch einen Bausparvertrag getilgt wird. Das heisst, man zahlt neben den monatlich festgelegten Zinsen einen bestimmten Betrag in einen Bausparvertrag ein. Nach einer gewissen Anzahl von Jahren ist dieser Bausparvertrag fällig. Neben den eingezahlten Beiträgen bekommt man nun ein Bauspardarlehen in gleicher Höhe zu einem günstigen Zinssatz. Man kann somit Zinserhöhungen entgegenwirken, da man unter anderem sicher das Bauspardarlehen zu einem günstigen Zinssatz bekommt, das auch hinter einen Hauptkredit zur Absicherung im Grundbuch zurücktreten würde. Daneben gibt es noch den Baukredit in Verbindung mit einer Lebensversicherung. Hierbei besteht ein gewisses Risiko, da nicht abzusehen ist, ob der in etwa errechnete Versicherungserlös tatsächlich erreicht wird. Gedanken, die man sich bei einem Baukredit immer machen sollte sind die Absicherung der Familie im Todesfall. Daher sollte man generell eine passende Risikolebensversicherung abschließen. Auch gegen Arbeitslosigkeit sollte man sich absichern.