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Konsumentenkredite

Konsumentenkredite werden von den Kreditnehmern in der Regel für Einkäufe oder einmalige Anschaffungen wie Autos oder Haushaltsgeräte genutzt. Auch Reisen werden vielfach mit Konsumentenkrediten finanziert. Neben Banken treten auch immer mehr Kreditshops und Privatleute (Stichwort: smava) als Kreditgeber auf. Die Kreditgeber

setzen für eine Kreditvergabe in der Regel voraus, dass der Interessent über eine gute Bonität verfügt und in einem regelmäßigen Beschäftigungsverhältnis steht oder über ein regelmäßiges Einkommen verfügt. Außerdem verlangen beinahe alle Kreditgeber eine positive Schufaauskunft. Spezialisierte Kreditvermittler verzichten zwar häufig auf die Einholung einer Schufaauskunft, verlangen aber fast immer ungleich höhere Zinsen für die vermittelten Konsumentenkredite. Sicherheiten müssen - zumindest bei geringen Kreditbeträgen - aber fast nie gestellt werden. Abgesehen von einer Verpfändung der Lohn- und Gehaltsansprüche oberhalb der sogenannten Pfändungsgrenze verzichten die meisten Institute auf eine gesonderte Besicherung ihrer Ansprüche. Ausnahme: Bei der Finanzierung von Neufahrzeugen dient manchmal auch das Fahrzeug als Sicherheit und wird zugunsten der Bank verpfändet.

Die Laufzeit von Konsumentenkrediten bewegt sich zwischen 12 und 120 Monaten. Damit eignen sich Konsumentenkredite sowohl für kurz- und mittelfristige Finanzierungen, als auch für längerfristige Vorhaben. Individuell sind auch die Kreditbeträge. Je nach Anbieter liegt der Kreditbetrag zwischen 500 und über 50.000 Euro. Somit können Kleinstausgaben genauso finanziert werden, wie der Kauf eines Neuwagens. Vielfach sind im Kreditvertrag Sondertilgungsmöglichkeiten vereinbart. Sollte der Kreditnehmer also unerwartet einen größeren Geldbetrag erhalten, kann er das Darlehen vorzeitig ablösen und spart die sonst fälligen Zinsen ein.

Die Konditionen für Konsumentenkredite unterscheiden sich ebenfalls deutlich und hängen in besonderem Maß von der Bonität des Kunden ab. Während Kunden mit hoher Bonität Konditionen erhalten, die fast schon denen einer Immobilienfinanzierung entsprechen, müssen Kunden mit niedriger Bonität damit rechnen, Darlehenszinsen zahlen zu müssen, die beinahe die Höhe von Zinsen für Dispositionskredite erreichen. Die Rückzahlung von Konsumentenkrediten erfolgt in der Regel in monatlichen Raten. Diese Raten bestehen aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil, sodass Konsumentenkredite während der Laufzeit schrittweise zurückgeführt werden. Vielfach bieten die Kreditgeber auch die vorübergehende Aussetzung der monatlichen rate an, sofern der Darlehensnehmer in Verzug geraten sollte.

Mittlerweile bieten Banken immer neue Sonderformen von Konsumentenkrediten an. Neben Studentenkrediten gibt es sogenannte Urlaubskredite, Kredite für Rentner, Kredite für Arbeitslose und Kredite für Selbstständige. Die Anbieter hoffen mit diesen Spezialisierungen auf eine höhere Nachfrage und Akzeptanz der Angebote beim Endkunden. Durch bestimmt Produktmerkmale - wie einer variablen Tilgung für Selbstständige - gehen die Banken besonders auf die Bedürfnisse der Zielgruppen ein. Da der Markt für Spezialkredite noch relativ jung ist, wird sich jedoch erst mit der Zeit herausstellen, welche Angebote für die Kunden besonders interessant sind.